Kryonik – Die Chance vom zweiten Leben

Ewiges Leben. Zwei Wörter, die bei den einen Kopfschütteln, bei den anderen Begeisterung auslöst. Aber wie wäre es, wenn wir sterben – und dann wieder zurückkommen? Nicht wiedergeboren, sondern wieder…aufgetaut. Genau das will die Kryonik.

Es klingt nach Science-Fiction. Es mag für manche blasphemisch sein. Es löst bei so manchem Unverständnis aus. Sich nach dem Tod sozusagen „Schockgefrieren“ lassen, um dann irgendwann wieder aufgetaut zu werden. Wenn die Wissenschaft soweit ist. Und Krankheiten heilen kann. Und Personen verjüngen.

Laut Definition ist Kryonik (auch Kryostase, von altgriechisch κρύος kryos, deutsch ‚Eis, Frost‘) die Kryokonservierung von Organismen oder einzelnen Organen (meist dem Gehirn), um sie – sofern möglich – in der Zukunft „wiederzubeleben“.

Für meine Diplomarbeit an der Schweizer Journanlistenschule MAZ in Luzern, bin ich in die Welt der Kryonik eingetaucht. Und habe mit Patrick Burgermeister aus Basel gesprochen. Der Molekularbiologe beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Kryonik und hat den Verein Cryosuisse gegründet. Das Ziel des Vereins: Irgendwann auch in der Schweiz Institute zu eröffnen, in denen man sich kryonisieren lassen kann. Um irgendwann ins Leben zurückzukommen. (Siehe: „Als Cyborg wiedergeboren?“)

Der Kryoniker Patrick Burgermeister im Interview

Zudem war ich an den Frozen Dead Guy Days. Einem Festival in den USA, zu Ehren von Bredo Morstoel. Einem Norweger, der Anfang der 90er-Jahre, bereits tot und tiefgefroren auf Trockeneis, in die USA gebracht wurde. Das ursprüngliche Ziel seiner Tochter und seines Enkels in Nederland, Colorado war es, ein Kryonik-Institut aufzubauen. Da dieser Plan nicht funktioniert hat, liegt Bredo Morstoel immer noch auf Trockeneis im 1500-Seelenstädtchen. Und hat seit vielen Jahren sein eigenes Festival. (Siehe „Frozen Dead Guy Days – Ein Besuch beim verrücktesten Festival der Welt“).

Eis, Tod (und Klamauk) dominieren bei den Frozen Dead Guy Days

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.